Leiden Sie unter Blähungen, Reizdarm, Durchfall, Verstopfung oder chronischen Darmentzündungen? Mit einer Mikrobiomanalyse oder Darmflora-Analyse lassen sich Ungleichgewichte im Darmmikrobiom erkennen – die oft Ursache für Leaky Gut, Reizdarm oder andere Verdauungsbeschwerden sind.
Das Darmmikrobiom ist eine komplexe Gemeinschaft von über 1.000 Bakterienarten, vor allem im Dickdarm angesiedelt. Diese Darmbakterien übernehmen wichtige Funktionen:
Verdauung & Nährstoffaufnahme: Spaltung unverdaulicher Stoffe
Vitaminproduktion: B1, B2, B6, B12 und K
Immunsystem stärken: Abwehr von Krankheitserregern
Darmgesundheit fördern: Produktion kurzkettiger Fettsäuren (Buttersäure, Essigsäure)
Entzündungen bekämpfen & Entgiftung unterstützen
Gezielte Ernährungsumstellung, Präbiotika und Probiotika können das Mikrobiom wieder ins Gleichgewicht bringen und Beschwerden lindern.
Eine gestörte Darmflora kann viele Beschwerden verursachen:
Leaky Gut / durchlässiger Darm
Reizdarm & Verdauungsprobleme Darmentzündungen & Morbus Crohn
Adipositas
Arthritis
Autismus & neurologische Beschwerden
Chronische Entzündungen
Mithilfe der molekulargenetischen Stuhldiagnostik (Genom-Sequenzierung) können diese Störungen erkannt und gezielt mit Probiotika und Präbiotika behandelt werden.
Hierzu ein interessanter Beitrag von T-Online,
Probenentnahme: Sie erhalten zwei Stuhlröhrchen, die nach Terminvereinbarung in unserer Praxis abgeholt werden.
Laboranalyse: Die Proben werden molekulargenetisch untersucht, um das Darmmikrobiom detailliert zu analysieren.
Individueller Befund: Sie erhalten einen ausführlichen Bericht mit maßgeschneiderter Therapieempfehlung, basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Präzise Erkennung von Ungleichgewichten im Darmmikrobiom
Gezielte Therapie mit Probiotika, Präbiotika und Ernährungsempfehlungen
Verbesserung von Verdauung, Immunsystem und Darmgesundheit
Unterstützung bei Leaky Gut, Reizdarm, Darmentzündungen und anderen Beschwerden
1. Was ist der Unterschied zwischen Mikrobiomanalyse und Darmflora-Analyse?
Mikrobiomanalyse
Tiefgehende, molekulargenetische Untersuchung des Darmmikrobioms
Erkennt genaue Bakterienstämme, Vielfalt und Ungleichgewichte
Grundlage für individuelle Therapieempfehlungen, z. B. gezielte Prä- und Probiotika
Darmflora-Analyse
Basisdiagnostik der allgemeinen Zusammensetzung der Darmbakterien
Zeigt grobe Ungleichgewichte oder typische Beschwerden
Eher für allgemeine Orientierung oder Einsteiger geeignet
2. Wie zuverlässig ist die Mikrobiomanalyse?
Durch molekulargenetische Sequenzierung werden Veränderungen im Mikrobiom präzise erkannt. So lassen sich gezielt Prä- und Probiotika einsetzen.
3. Welche Beschwerden lassen sich erkennen?
Leaky Gut, Reizdarm, Darmentzündungen, Verdauungsprobleme, chronische Entzündungen oder Stoffwechselstörungen wie Adipositas.
4. Kann man beide Tests zu Hause durchführen?
Die Blut- oder Stuhlproben werden in Zusammenarbeit mit unserem Partnerlabor Labor Medica entnommen und analysiert.
5. Was passiert nach der Analyse?
Sie erhalten einen individuellen Befund mit detaillierter Therapieempfehlung, inklusive gezielter Ernährungstipps und Prä-/Probiotika. Hier ein Musterbefund der Mikrobiomanalyse.
Im Darm werden über 90 % des Serotonins gebildet – ein Botenstoff, der Stimmung, Schlaf und Wohlbefinden steuert. Auch Dopamin und GABA spielen eine Rolle. Veränderungen im Mikrobiom können daher tiefgreifende Auswirkungen auf Psyche und Nervensystem haben.
Bei depressiven Menschen zeigen Analysen häufig:
mehr Bacteroidetes & Proteobacteria
weniger Firmicutes, darunter entzündungshemmende Arten wie Faecalibacterium prausnitzii
Einige Bakterien beeinflussen die Tryptophan-Verfügbarkeit, den Grundstoff für Serotonin. Andere produzieren Stoffwechselprodukte, die wirken wie der Neurotransmitter GABA. All das kann das seelische Gleichgewicht stören.
CFS zeigt sich durch tiefe, anhaltende Erschöpfung, oft begleitet von Schmerzen. Die Ursachen sind komplex, aber Hinweise sprechen für:
gestörte Immunprozesse
anhaltende Folgen von Infektionen
Veränderungen der Darmflora (Dysbiose)
Typisch sind eine niedrige Menge schützender Keime wie Faecalibacterium prausnitzii sowie erhöhte Werte bestimmter Clostridium-Arten.
Bei Autismus zeigen Studien eine Verbindung zwischen der Durchlässigkeit der Darmschleimhaut (Leaky Gut) und dem Schweregrad der Symptome.
Typisch sind:
reduzierte Faecalibacterium prausnitzii
vermehrte Proteobacteria (insbesondere Sutterella)
höhere Werte von Ruminococcus torques
weniger Akkermansia muciniphila und Bifidobacterium
Diese Veränderungen können die Darmbarriere schwächen und das Nervensystem beeinflussen.
Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die durch den Mangel an Dopamin verursacht wird. Spannend ist: Viele Betroffene haben schon Jahre vor der Diagnose Verdauungsbeschwerden.
Typische Mikrobiom-Veränderungen:
weniger buttersäurebildende Bakterien (z. B. Blautia, Coprococcus, Roseburia, Faecalibacterium)
mehr entzündungsfördernde Proteobacteria
Alzheimer entsteht durch schädliche Beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn. Das Mikrobiom könnte diesen Prozess beeinflussen:
Bakterien wie die Rikenellaceae-Familie stehen in Zusammenhang mit stärkeren Ablagerungen
Eine niedrige Menge von Akkermansia muciniphila ist ein möglicher Risikofaktor
Die Darmflora scheint Entstehung und Verlauf der Erkrankung mitzuprägen